<bgsound src="../sounds/jukebox/summerwd.mid" loop="-1">WEBCounter by GOWEB Die Woche des 13.
(Rückblick auf die erste Hälfte)
Sinn für Humor


Begonnen hatte sie mit dem Montag - ein Montag, der wie viele andere davor auch den üblichen Morgenstau mit sich brachte, die grauen Gesichter in den Autos auf der Straße und das Gedränge in den Öffis. Einfach ein typischer Montag Morgen, wie viele andere auch - und doch eine Kleinigkeit anders als die anderen.

Freudig bewegte ich meine müden Knochen in Richtung Firma, denn diese Woche sollte ich ja so einiges erhalten - neben einem neuen (gebrauchten) Auto die Sitzgarnitur für die neue Wohnung, aber vor allem bis Mitte der Woche endliche einen neuen Computer, hinter dem ich in Zukunft nicht mehr schlafen würde während irgend ein Systemdienst im Hintergrund die Daten prüfte, bei dem mir nicht nach kurzer Zeit bereits die Augen schmerzten hinter dem kleinen Bild, und der auch noch meine Kompositionen und Liedereingaben spielen konnte, während ich nebenbei an den Fehlern arbeitete.

Erwartungsvoll betrat ich nun an diesem Montag die Firma, um vom Büro aus gleich den Lieferanten anzurufen, bei dem ich den Compi bestellt hatte. Kaum im Büro traf mich der "übliche" Montagmorgenschwall von Mails, Anrufen auf der Voicebox und weiteren Anrufen bereits zwischendurch - scheinbar verlernen alle übers Wochenende, wie sie ihr Gerät richtig bedienen. Nun egal, mit den freudigen Erwartungen im Hinterkopf ging der Vormittag nur halb so schwer von der Hand und bereits um die Mittagszeit hatte ich die notwendigen fünf Minuten Luft, um nach dem Erwarteten zu fragen.

Direkt hatte ich die zuständige Urlaubsvertretung am Apparat und freute mich bereits, als sie mir den Liefertermin bestätigte "ja, am Mittwoch ist es da, das Gerät" - ich hakte nach "Vormittags oder Nachmittags?". Etwas verwundert lauschte ich ihrer Antwort "fragen Sie bitte am Montag nochmals nach, da kann ich Ihnen auch darauf bereits Antwort geben!" - und fiel aus (nahezu) allen Wolken, als auf meine Rückfrage "aber wir haben doch heute Montag?!?" die Antwort kam "nein, ich meinte nächste Woche".

Nach ein paar klärenden Worten fand ich meine Befürchtung bestätigt, daß der zugesagte Liefertermin gleich um eine Woche verschoben worden war - ohne daß mensch mich verständigt hätte. Nachdem ich meinen "alten" bereits einem sozialen Verein versprochen und die Übergabe zum kommenden Wochenende vereinbart hatte (ohne daran zu denken, daß weder der Verein noch ich selbst da sein würde/n ...) stellte diese Verzögerung für mich ein doch recht gravierendes Problem dar. Selbst mit weiteren "haben Sie denn kein Vorführgerät?" und "wo liegt der Rechner, ich hole ihn ab!" konnte ich die nette Dame am anderen Ende nicht dazu bewegen, vom Mittwoch der Folgewoche abzuweichen - im Gegenteil, je länger wir sprachen, um so mehr begann sie in Richtung "vielleicht auch erst Donnerstag" zu tendieren.

Nach dem ersten Schrecken begann ich mich sofort nach einem "Ersatz" umzuhören und wurde tatsächlich nach einigen zig Minuten auch fündig - sogar noch am selben Tag könne ich das Gerät haben, die Ausstattung war in etwa gleich und der Preis sogar eine Kleinigkeit günstiger, also sagte ich zu und ließ den ersten Händler "im Regen stehen" (was die nette Dame am Telefon auch verstand und akzeptierte, sie entschuldigte sich sogar trotzdem nochmals). Also etwas früher gegangen (nach den dazu notwendigen Diskussionen), Gerät abgeholt, einer weiteren Freundin den Abend abgesagt, da ich das "Kastl" natürlich nicht gerne unbeaufsichtigt im Auto stehen lassen wollte - und ab nach Hause, wo ich ihn natürlich auch gleich ausprobieren wollte.

Bildschirm aufgestellt - mit dem "alten" ausgetestet, erste Freude wirken lassen, in Ruhe den zweiten Karton aufgemacht, Compi an die Stelle des Alten hingestellt - und sofort trat die große Ernüchterung ein, denn Tastatur und Maus des "Alten" waren nicht passend. Also hatte ich den Karton durchwühlt und war halb an den Rand des Ärgerns geraten, als ich feststellen mußte, daß für den Neuen weder Tastatur noch Maus im Lieferumfang inbegriffen (und daher natürlich auch nicht dabei) waren!

Nun gut, immerhin war ja der neue Monitor da und funktionierte hervorragend, so daß ich bereits einen Vorgeschmack auf das neue Sehvergnügen genießen konnte - gleich ein paar Bilder aus meiner Fotosammlung angesehen und von der Größe beeindruckt (trotz der langen Ladezeiten) ging ich dann endlich schlafen.

Dienstag - ein neuer Tag, ein neuer Versuch brach an. Auf dem Weg zur Firma schaute ich noch rasch in der Werkstatt vorbei, um die letzten Papiere für mein neues (gebrauchtes) Auto zu unterschreiben, freute mich bereits wieder auf den Abend - und fluchte so richtig lauthals über den Stau, den eine neue Baustelle verursachte und der mich zu spät in die Arbeit kommen ließ.

Nach einem klärenden Telefonat Tastatur und Maus betreffend vereinbarte ich den Nachkauf derselben für den frühen Abend, verbrachte den Tag halbwegs streßfrei mit Arbeit und Diskussionen mit Kolleginnen ("habe ich doch nie so gesagt" mit Ergebnis "äh, tja, sie hatten recht, Hr. Fuchs") - und irgendwann wurde es tatsächlich Dienstschluß und ich beeilte mich, noch vor Geschäftsschluß die Filiale zu erreichen. War auch kein Problem, auch der Parkplatz war sofort gefunden (dank sei den Parkpickerl Bezirken
Smiley) - Tastatur und Maus waren rasch gekauft und schon ging es in Richtung Werkstatt, um das neue Auto auch noch abzuholen.

Ich freute mich schon, wie glatt alles lief - das Auto war bereit, die Papiere ebenfalls "eigentlich viel zu glatt die ganze Geschichte" dachte ich noch, als ich auf die Tankuhr blickte. Naja, eh klar, war leer - aber ich war ja ohnehin auf einer Tankstelle, also rasch getankt (schon wieder teurer der Sprit - und die Öffis haben immer noch keine sinnvolle Verbindung auf meiner Hauptstrecke Klosterneuburg - 14. Bezirk, vor allem nach Mitternacht). Irgendwas sagte mir, daß ich noch rasch eine Runde drehen sollte, um das Auto etwas besser kennen zu lernen - und es war gut.

An der nächsten Kreuzung stellte ich mich zum Abbiegen an, um in Richtung heimwärts zu fahren, hielt natürlich vor der Ampel - und wunderte mich, welcher Wagen denn schon wieder die Luft verpestete, denn am Wagen vorbei zog eine graue Abgaswolke nach vorne. Als die Dame im Nachbarwagen mich bös anblickte, mußte ich zu meinem Schrecken doch tatsächlich feststellen, daß ich es war, der diese Wolke produzierte - meine Stimmung dabei kann sich wohl jede/r vorstellen!! Auf dem Weg retour fuhr ich natürlich sofort zurück in die Werkstatt und schilderte das Problem.

Doch wie verhext - nach dem neuen Starten blieb der Auspuff sauber wie ein Ventilator, kein bißchen Rauch oder sonst etwas war festzustellen, sogar die sofort neuerlich geprüften Abgaswerte waren brillant! Etwas verärgert über die verlorene Zeit (war vermutlich nur vom langen Stehen des Wagens) konnte ich dann endlich nach Hause, um mich nun über den neuen Compi herzumachen - ich wollte ihn ja endlich auch nutzen!

An die notwendige Besichtigung des Autos durch die Familie anschließend konnte ich mich (nun doch schon recht fortgeschritten im Verlauf des Abends) diesem zuwenden, was ich auch tat. Also wieder den Alten weggeräumt, den Neuen aufgestellt (nicht ohne vorher noch die Datensicherung der Differenzdateien irrtümlich zu löschen und somit händisch alle geänderten Dateien suchen zu müssen), Tastatur angeschlossen, Maus angesteckt, und schon war der nächste Stolperstein da - das Netzteil bot keine Möglichkeit, den Monitor anzustecken! "Macht nix" dachte ich mir, "schließt' ihn halt direkt an" - also den Karton vom Monitor wieder aus dem Keller geholt, durchwühlt - und ... Na klar, war nix - kein zweites Kabel, einfach nichts.

Nachdem die Nachbarn beruhigt waren (die durch meinen Verzweiflungsschrei in wenigen Sekunden da waren) und die dadurch bedingte Plauderviertelstunde ebenfalls "erledigt" war, machte ich mich sofort an die Arbeit und montierte einen neuen Stecker auf das Kabel, womit auch diese Hürde nun genommen war. Endlich - endlich erhielt ich das erste Bild meines neuen Computers - er sprach mit mir "Non System disk - replace and press any key to continue".

Konnte mich nicht wirklich erschüttern, nein - ich schrie nicht mehr, sondern begann sofort den Stapel an Disketten nach einer bootfähigen zu durchstöbern, welche ich nach nicht mal fünf Minuten sogar fand! Zwar war sie uralt und (er-)kannte das neue 16fach CD-Laufwerk nicht, aber auch das konnte mich nicht wirklich erschüttern, nach weiteren 10 Minuten war ein Treiber gefunden, der es zumindest ansteuern konnte, damit die Installation beginnen könne. Aber eines war vorher noch zu tun - aus dem alten Rechner ein wenig der Hardware auszubauen und in den neuen hinein zu stecken - das könnte doch nicht so problematisch sein, dachte ich zumindest.

Also beide Rechner aufgeschraubt, Platten, Scanner und Sound Karten ausgebaut, in den neuen eingebaut - versiert, wie ich nach 16 Jahren Datenverarbeitung bin, natürlich sofort getestet - und: "... not found" (die Platten). "Naja, inkompatibel, kennt man ja" dachte ich mir - und versuchte eine andere Reihenfolge. Tatsächlich, der Compi erkannte die zweite Platte, also nun zur dritten. Wieder das selbe Spielchen, nur daß nach dem Ausbau der bereits funktionierenden auch diese nicht mehr lief. Also nochmals alleine angeschlossen - und siehe da, "er" kannte sie! Also die zweite dazu - und schon war's wieder vorbei mit "schön" - auch die erste Platte war wieder futsch. Zweite abgehängt - erste blieb futsch, zweite alleine angehängt - nichts da, Original Platte wieder angeschlossen, lief - usw. usf.

Nach einer weiteren halben Stunde, inzwischen war es bereits halb zwölf, schien es, als ob sämtliche Platten des alten Systems im neuen Rechner nicht laufen würden (inklusive der einen, die ich erst letzte Woche neu gekauft hatte, da eine andere Platte den Geist aufzugeben schien). Also nochmals am alten Rechner getestet (könnten ja beim Ausbau defekt geworden sein, zwar äußerst unwahrscheinlich, aber immerhin möglich) - und siehe da, es liefen restlos alle!!

So, langsam spitzte sich meine Geduld ziemlich aufs Ende hin zu, immerhin war es bereits weit nach zwölf und ich mußte ja auch ein wenig schlafen (dachte ich) - trotzdem versuchte ich nochmals, alle drei Platten und das CD-Laufwerk gleichzeitig anzuhängen - und, oh Wunder, plötzlich war alles da!! Also den Rechner wieder zusammengebaut (auch die Karten, die ich inzwischen als mögliche Ursache ebenfalls wieder entfernt hatte) - eingeschaltet - eh klar, nichts mehr da.

Auf Grund der Uhrzeit erstickte ich meine inzwischen recht hysterischen Schreie im Kopfpolster, trotzdem dürften die Nachbarn etwas gehört haben, denn ein Klopfen an der Wand brachte mein klares Denken wieder zurück. Mit aller Schärfe meines Verstandes begann ich die noch verbleibenden Ursachen zu durchleuchten - und gegen zwei Uhr früh hatte ich dann tatsächlich auch Erfolg - eines der Stromkabel für die Laufwerke hatte einen Wackelkontakt! Nach der Überlegung, ob ich den Verfall der Garantie für die Lösung in fünf Minuten (einmal löten des Kabels) in Kauf nehmen sollte und dem zeitgleich stattgefundenen Lötvorgang war es dann endlich soweit - ich konnte mit dem Einspielen der Saftware anfangen!

Müßig zu erzählen, daß ich dann um fünf Uhr früh nach ein paar weiteren Hürden, die der SCSI Controller bereitete, endlich zum ersten Mal wieder im Internet "erscheinen" konnte (allerdings noch nicht wieder in der BlackBox, da ich ja die Mails über den nicht funktionierenden SCSI Adapter nicht rücksichern konnte und SoftArg auch keine Zusammenführung verschiedener Datenbestände ermöglicht). Aber fertig (im Sinne von alles wieder drauf) bin ich offenbar noch lange nicht, denn nun fehlt immer noch mein Sicherungsgerät - und ohne dem werde ich wohl kaum die Daten wieder in den Compi hinein bekommen ....

Zum gestrigen Tag gibt's nicht ganz so viel zu erzählen, außer, daß eine dreiviertel Stunde vor Arbeitsende mein Vater anrief und mir mitteilte, daß er meine neuen Möbel (die er netter Weise für mich aus Stockerau abgeholt hatte) inzwischen in den Garten gestellt hätte, da er seinen Combi-LKW leer brauchen würde und am Abend etwas vor hätte. Tja, das war dann der Auslöser, um diese Erlebnisse mal aufzuschreiben - doch kaum war ich fertig und wollte sie senden, stellte sich heraus, daß die Platten der Box mal wieder voll waren und ich nicht mal ein klitzekleines Mail versenden konnte. War ja auch egal, wen interessiert denn schon, was bei mir so vorfällt - oder? Und das, obwohl ich am abend mit der am Montag bereits "versetzten" Freundin und noch ein paar anderen gemeinsam in den Prater gehen wollte - aber es war ja auch erst die erste Hälfte dieser Woche, mal sehen, wie's weiter geht ...

Mit bangem Erwarten fuhr ich dann heim und fand die Möbel tatsächlich auch noch vor - und trocken waren sie auch noch! Also den Bruder eingespannt, das Wohnzimmer damit voll gestellt (durchgehen kann ich gerade noch) und wieder auf den Compi gestürzt, um nun endlich wieder in die BB zu kommen. Nach nicht mal 20 Minuten war es dann endlich so weit, daß ich auch diesen "Fehler" finden konnte - ich mußte doch tatsächlich nur den Controller und die Grafikkarte untereinander vertauschen und schon funktionierte alles, wie es sollte!

Wider Erwarten schaffte ich es dann sogar, ohne Probleme einen Teil der gesicherten Daten wieder zurück zu spielen - auch das ElBa (electronic banking) funktionierte (der Kontostand warf mich zwar ein wenig von den Socken, aber was soll's) - und schlußendlich schaffte ich es sogar, mich wieder in die BB einzuwählen und die Mails der letzten Tage zu laden! Voller Freude stieg ich online ein, "traf" ein paar FreundInnen und freute mich über den gelungenen Abend.

Doch irgendwie war's das noch nicht ganz - denn nun ging mein Internet Zugang nicht mehr, das Wohnzimmer ist vollgeräumt (muß die Möbel noch auspacken und aufstellen), ein sehr lieber Freund hat die BB verlassen, die Mutter einer nahen Freundin liegt wieder im Spital - und mein Schlafbedürfnis ist inzwischen recht hoch geworden, da mir ja schon einige Stunden fehlen. Aber Hauptsache in der Firma läuft alles - bis jetzt zumindest (und abgesehen vom Kaffeeautomaten, der den Kaffee grundsätzlich ohne Becher ausschenkt - also mal rasch die Hände hinhalten und versuchen, etwas zu ergattern) - denn das würde mir gerade noch fehlen .....


GF © 07.08.1997

Anmerkung des Autors: "Die BlackBox (BB)" ist ein Wiener BBS - inzwischen auf http://www.blackbox.net inetrnetfähig aufbereitet

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